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title: "Produktdaten für Shop und Beschaffungsplattformen: Welche Arbeit das System übernimmt"
description: "Wer im technischen Handel Produktdaten für den Verkauf aufbereitet, bedient selten Consumer-Plattformen. Gemeint sind der eigene Onlineshop,"
canonical: "https://www.nextpim.de/ratgeber/blog/produktdaten-shop-beschaffungsplattformen-aufbereiten/"
updated: "2026-10-16T16:18:23+02:00"
language: "de"
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# Produktdaten für Shop und Beschaffungsplattformen: Welche Arbeit das System übernimmt

Wer im technischen Handel Produktdaten für den Verkauf aufbereitet, bedient selten Consumer-Plattformen. Gemeint sind der eigene Onlineshop,

Wer im technischen Handel Produktdaten für den Verkauf aufbereitet, bedient selten Consumer-Plattformen. Gemeint sind der eigene Onlineshop, Beschaffungsplattformen und Branchenportale, dazu der Produktdatenfeed für die Suche. Diese Kanäle verlangen vollständige technische Merkmale und Standardformate. Das verändert die Reihenfolge der Arbeit.

Die kurze Antwort auf die Frage, welche Systeme einem die Arbeit abnehmen: Ein PIM übernimmt die Vervielfältigung, also die kanalgerechte Ausspielung derselben Angabe in unterschiedlichen Formaten. Die inhaltliche Entscheidung, was in einem Feld stehen soll, bleibt im Innendienst. Wer das umgekehrt erwartet, ist nach der Einführung enttäuscht.

## Welche Kanäle hier gemeint sind

Die Anforderungen unterscheiden sich nach Kanalart, und das ist der Grund, warum eine einzige Exportdatei für alle nicht funktioniert.

- **Shopsysteme:** [Shopware 6](/pim-system/funktionen/shopware-6/), SHOPcloud360, OSG Trade, [gevis COMMERCE](/pim-system/funktionen/gevis-commerce-foresight/), SellSite, Odoo und Electronic Sales. Hier zählen Varianten, Medien und verkaufsfähige Texte.
- **Beschaffungsplattformen und Portale:** Onventis, Unite und Mercateo, simple system, SymbioCommerce, ausschreiben.de und [OXOMI](/pim-system/funktionen/oxomi/). Hier zählen vollständige technische Merkmale, die Klassifikation und die Standardformate des [Katalogs](/pim-system/funktionen/automatisierte-katalogerstellung/).
- **Produktdatenfeed:** das [Google Merchant Center](/pim-system/funktionen/google-merchant-center/). Hier zählen eindeutige Kennungen, Preise und Verfügbarkeiten in einem festen Schema.

Warum derselbe Artikel je Kanal ein eigenes Profil braucht, beschreibt der Beitrag [Ein Artikelstamm, viele Kanalprofile](/ratgeber/blog/artikelstamm-kanalprofile/).

## Die Reihenfolge, in der die Aufbereitung funktioniert

Der häufigste Fehler ist, mit den Texten anzufangen. Texte sind der letzte Schritt, weil sie sich bei jeder Strukturänderung wieder ändern.

1. **Artikelstamm bereinigen:** Dubletten zusammenführen, führende Quelle je Feld festlegen, widersprüchliche Werte auflösen. Das Ergebnis ist ein [Golden Record](/pim-system/funktionen/golden-record-erstellung/) je Artikel. Solange zwei Systeme unterschiedliche Herstellerangaben führen, erzeugt jeder Export einen neuen Widerspruch.
2. [Klassifizieren](/pim-system/funktionen/klassifizierung/)**:** Artikel nach dem Standard einordnen, den der Abnehmerkanal verlangt, und die technischen Merkmale vollständig befüllen. Das ist die Arbeit, die später jede Suche und jeden Filter trägt.
3. **Pflichtfelder je Kanal setzen:** Jeder Kanal hat eine eigene Liste. Diese Listen gehören als Feldsatz ins System, nicht in eine Excel-Datei daneben.
4. **Medien und Dokumente am Artikel ablegen:** Bilder, Datenblätter, Zertifikate und Sicherheitsinformationen gehören an den Artikel, nicht in einen Ordner auf dem Netzlaufwerk. Sonst fehlen sie genau dann, wenn ein Kanal sie verlangt.
5. **Texte je Kanal ableiten:** Erst jetzt entstehen Titel, Kurz- und Langtext in der Länge und Tonalität, die der Kanal zulässt.
6. **Freigeben und übergeben:** Ein Artikel geht erst in den Kanal, wenn seine Pflichtfelder befüllt sind. Diese Prüfung gehört in die Freigabelogik und nicht in eine Sichtkontrolle.

Welche Felder dabei über Auffindbarkeit und Abschluss entscheiden, zeigt der Beitrag [Produktdaten optimieren](/ratgeber/blog/produktdaten-optimieren-welche-felder-uber-conversion-und-sichtbarkeit-entscheiden/).

## Welche Arbeit ein PIM abnimmt und welche nicht

Hier lohnt die klare Trennung, weil sie die Erwartung an die Einführung bestimmt.

| Übernimmt das System | Bleibt beim Innendienst |
| --- | --- |
| Dieselbe Angabe in mehrere Kanalformate übersetzen | Entscheiden, was fachlich im Feld steht |
| Pflichtfelder je Kanal erzwingen und Freigabe sperren | Festlegen, welche Kanäle überhaupt bedient werden |
| Technische Merkmale strukturiert führen und in die Standardformate exportieren | Die Artikel korrekt einordnen |
| Medien und Dokumente am Artikel verwalten und ausspielen | Fehlende Dokumente beim Hersteller beschaffen |
| Änderungen an alle Kanäle weitergeben | Beurteilen, ob eine Änderung inhaltlich richtig ist |

Der Hebel liegt in der ersten und der letzten Zeile. Wer eine Angabe je Kanal einzeln pflegt, pflegt sie nicht einmal, sondern so oft, wie er Kanäle hat, und erzeugt bei jeder Änderung eine neue Abweichung.

## Woran die Aufbereitung in der Praxis scheitert

Nicht an der Menge. Drei Muster kommen immer wieder vor, unabhängig von der Sortimentsgröße.

Das erste ist die Mehrfachpflege. Shop, Katalog und Portal werden getrennt befüllt, weil jeder Kanal einen eigenen Verantwortlichen hat. Nach einem halben Jahr weiß niemand mehr, welcher Wert der richtige ist.

Das zweite sind Medien außerhalb des Systems. Bilder und Datenblätter liegen in Ordnerstrukturen, deren Logik nur eine Person kennt. Wenn diese Person im Urlaub ist, verzögert sich jede Kanalbelieferung.

Das dritte ist die fehlende Freigabelogik. Pflichtfelder sind als Absichtserklärung dokumentiert, aber technisch nicht erzwungen. Unvollständige Artikel gehen live, und die Lücke fällt erst beim Abnehmer auf. Eine messbare [Produktdatenqualität](/pim-system/funktionen/produktdatenqualitaet/) macht diesen Zustand überhaupt erst sichtbar.

Warum Excel und PDF diese drei Punkte nicht lösen, sondern verschärfen, zeigt der Beitrag [Produktkatalog erstellen mit PIM](/ratgeber/blog/produktkatalog-erstellen-mit-pim-warum-excel-und-pdfs-den-multichannel-alltag-nicht-mehr-abbilden/).

## Wie das in nextPIM abläuft

Der Artikelstamm wird einmal gepflegt und von dort kanalgerecht ausgespielt. Die oben genannten Shopsysteme, Beschaffungsplattformen und Portale sind eingerichtete Abläufe, eine neue Plattform ist typischerweise in 48 Stunden angebunden. ETIM, eCl@ss und der [BMEcat-Export](/pim-system/funktionen/im-export-von-bmecat/) gehören zum Standard, nicht zu einem Zusatzmodul. [GPSR-relevante Felder](/pim-system/funktionen/rechtskonforme-produktdaten/) sind Pflichtfelder, ein Produkt wird für Online-Kanäle erst freigegeben, wenn sie befüllt sind.

Die Systemeinführung dauert vier Stunden und ist im Preis enthalten, danach geht mehr als die Hälfte der Kunden live. Kundensysteme mit über einer Million Produkten sind der Regelfall. Der Einstieg liegt bei 600 Euro pro Monat bei jährlicher Abrechnung, die Pakete stehen auf der [Preisseite](/preise/).

Entscheidend für die Planung: Die Aufbereitung bleibt damit Pflegearbeit im Innendienst und wird nicht zum IT-Vorhaben. Eine halbe Stelle trägt den laufenden Betrieb.

## Womit Sie anfangen

1. **Kanäle auflisten:** Schreiben Sie auf, in welche Shopsysteme, Plattformen und Portale Sie tatsächlich liefern, und holen Sie je Kanal die Pflichtfeldliste ein.
2. **Führende Quelle festlegen:** Bestimmen Sie je Feld, welches System den gültigen Wert hält. Ohne diese Festlegung bleibt jede Bereinigung vorläufig.
3. **Freigabe technisch sperren:** Hinterlegen Sie die Pflichtfelder so, dass ein unvollständiger Artikel den Kanal nicht erreicht.

Wer in dieser Reihenfolge arbeitet, schreibt die Texte einmal statt dreimal. Das ist der eigentliche Zeitgewinn, nicht die Geschwindigkeit des Exports.

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