Die Highlights
1. Neue DPB-Catalog-Schnittstelle mit Heinze als erstem Datenlieferanten
nextPIM bekommt eine eigene Importschnittstelle für den offiziellen DPB-Catalog-Standard. Sie ist bewusst generisch aufgebaut und dient als Grundlage für die Anbindung aller Datenlieferanten, die ihre Produktdaten in diesem Format bereitstellen. Auch sehr große XML-Dateien werden dabei performant per Streaming verarbeitet.
Der erste Funktionsumfang deckt Artikelstammdaten, Maße, Preise, Medien, ETIM-Klassifikationen sowie GHS-Gefahrstoff- und ADR-Gefahrgutinformationen gemäß der DPB-Produktdaten-Guideline ab. Produktmedien werden über die im DPB-Catalog hinterlegten Medien-URIs importiert und den Produkten zugeordnet. Delta-Informationen werden berücksichtigt: Datensätze mit dem transactionType DELETE werden nicht importiert, die Steuerung erfolgt über den Datenprozess in nextPIM. Nachhaltigkeitsinformationen sind im ersten Release noch nicht enthalten.
Da der DPB-Catalog selbst keine Kategoriestruktur vorgibt, können Sie optional die Rabattgruppen aus der Datei automatisch als flache Kategorien anlegen lassen; ist die Option deaktiviert oder liefert die Datei keine Rabattgruppen, landen die Produkte in der Standardkategorie „undefiniert“.
DPB-Catalog-Dateien erkennt nextPIM automatisch am Dateiinhalt unabhängig vom Dateinamen und davon, ob sie über den Import-Dialog, den URL-Import oder FTP/SFTP ankommen. Ein Reimport in einen bestehenden Katalog ist für dieses Format nicht vorgesehen: Jeder Import erzeugt einen neuen Katalog, der bei hinterlegtem Import-Container automatisch zum aktiven Katalog wird, während der bisherige aktive Katalog als Vergleichskatalog erhalten bleibt.
Als erster Datenlieferant ist Heinze über diese Schnittstelle angebunden. Die Produktdaten werden automatisiert per SFTP abgeholt, im Blob Storage abgelegt und anschließend über die generische Schnittstelle importiert. Einen lieferantenspezifischen Code braucht es dafür nicht, die Anbindung wird vollständig im Account konfiguriert (SFTP-Zugang, Verzeichnis und automatischer Job). Da Heinze je Lieferant eine eigene Datei liefert, legt nextPIM für jeden Lieferanten automatisch einen eigenen Import-Container inklusive Datenquelle an, sofern noch keiner existiert. So entsteht pro Lieferung ein neuer Katalog, der bisherige rückt als Vergleichskatalog nach, und nichts wird überschrieben Änderungen zwischen zwei Lieferungen bleiben jederzeit nachvollziehbar.

2. Mengen bei Artikelreferenzen jetzt auch über Excel pflegbar
Artikelreferenzen etwa vom Typ „Pflichtauswahl“ (mandatory) oder „besteht aus“ (consists_of) lassen sich komfortabel über den Excel-Reimport pflegen. Bisher hatte dieser Weg allerdings eine Einschränkung: Wurde derselbe Zielartikel innerhalb einer Referenzliste mehrfach aufgeführt, fasste der Reimport diese Zeilen stillschweigend zu einer einzigen Referenz zusammen. Eine Menge von 2 ließ sich auf diesem Weg also nicht abbilden.
Das haben wir geändert: Die Menge (quantity) wird jetzt sowohl beim Excel-Export als auch beim Reimport berücksichtigt. Die Referenzen werden weiterhin je Typ in einer Spalte ausgegeben und durch das Trennzeichen getrennt; die zugehörige Menge folgt jeweils nach einem doppelten Trennzeichen. Als Trennzeichen wird das Standardzeichen „|“ verwendet oder, falls im Excel-Template hinterlegt, Ihr individuell konfiguriertes Zeichen. Eine Zelle sieht damit beispielsweise so aus: Artikel1||MengeArtikel1|Artikel2||MengeArtikel2.
Damit ist der komplette Round-Trip aus Report-Ausgabe, Bearbeitung in Excel und Reimport auch für mengenbehaftete Referenzen nutzbar ohne Umweg über die Einzelpflege im Produkt.

3. Datumsformat im Experten-Template und Template-Editor konfigurierbar
Datumswerte wurden bisher in einem festen Format exportiert was nicht zu jedem Zielsystem und jeder Katalogvorgabe passt. Ab sofort können Sie das Ausgabeformat je Feld selbst bestimmen.
Über das Einstellungsrad eines Datumsfeldes wählen Sie im Experten-Template und im Template-Editor das gewünschte Format aus und speichern es mit dem Template. Beim Export wird das konfigurierte Format dann auf den Datumswert angewendet, sodass beispielsweise 26.08.26 statt 26.08.2026 ausgegeben wird. Treffen Sie keine abweichende Auswahl, bleibt das bisherige Standardverhalten unverändert.

4. Preisregeln in Shopware nur bei mehreren Preisen anlegen
Beim Shopware-Export hat nextPIM bisher für jeden Artikel Preisregeln angelegt. Auch dann, wenn es nur einen einzigen Preis gab. Im Shop sammeln sich dadurch Regeln an, die fachlich gar nicht gebraucht werden.
In den Shopware-Export-Einstellungen des Katalogs finden Sie im Reiter „Zusätzliches“ deshalb jetzt die neue Checkbox „Preisregeln nur bei mehreren Preisen festlegen“ direkt bei der bekannten Option „Preise nur bei Neuanlage übertragen“. Ist die Checkbox aktiviert, werden Preisregeln nur noch dann erzeugt, wenn für den Artikel tatsächlich mehrere oder zeitlich begrenzte Preise vorliegen. Regeln, die dadurch nicht mehr benötigt werden, entfernt nextPIM in Shopware automatisch. Betroffen sind ausschließlich Regeln, die aus nextPIM stammen.
Die Option ist standardmäßig aktiv. Wenn Sie das bisherige Verhalten beibehalten möchten, deaktivieren Sie die Checkbox einfach; dann werden Preisregeln wie gewohnt immer angelegt.

5. Direkt von der Variante zum Master springen
Wer nach einer Variante sucht, bekommt in der Trefferliste bisher den Master und genau diese eine Variante angezeigt. Wollte man alle weiteren Varianten desselben Masters sehen, musste man die Artikelnummer des Masters kopieren und eine neue Suche starten.
Dafür gibt es jetzt einen Button „zum Master“ analog zum bekannten „zum Quellprodukt“. Ein Klick führt Sie direkt zum Masterartikel und klappt dessen Varianten auf. So haben Sie mit einem Schritt die komplette Variantenfamilie im Blick.
Die Option ist standardmäßig aktiv. Wenn Sie das bisherige Verhalten beibehalten möchten, deaktivieren Sie die Checkbox einfach.

6. Aktuell bearbeiteten Katalog in der Katalogübersicht erkennen
In umfangreichen Katalogübersichten mit vielen Einträgen und Gruppen war bisher nicht auf einen Blick erkennbar, welcher Katalog gerade in Bearbeitung ist. Besonders nach einem Refresh der Seite ging die Orientierung verloren.
Der zuletzt geöffnete Katalog wird jetzt durch eine farbliche Füllung der Zeile markiert, ohne Rahmen und ohne Popup. Ein Klick auf die Zeile öffnet den Katalog; die Markierung bleibt bestehen, auch nachdem Sie ihn wieder geschlossen haben und übersteht ebenso einen Seiten-Refresh. So finden Sie in großen Katalogstämmen sofort wieder dorthin zurück, wo Sie zuletzt gearbeitet haben.

Sie haben Fragen zu bestimmten Neuerungen in nextPIM? Wenden Sie sich gerne an unseren Support!